adobestock 332989015 klein

Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf die Immobilienbranche?

Die Corona-Pandemie hat Deutschland fest im Griff. Und ein Ende dieser Krise ist noch lange nicht abzusehen. Anders als viele andere Wirtschaftszweige leidet die Immobilienbranche unter den Corona-Folgen bisher nicht in großem Ausmaß. Im Gegenteil – nach einer kleinen Delle im Frühjahr 2020 ist die Nachfrage nach Immobilien auch in der Pandemie ungebrochen hoch. Experten erwarten, dass sich dieser Trend während des gesamten Jahres 2021 fortsetzt.

 

Negative Erwartungen für die Branche – bisher nicht eingetreten

Im Mai 2020 zeichnete die Deutsche Bank im Hinblick auf die Zukunft der Immobilienbranche in Deutschland ein düsteres Bild. Erwartet wurden zu diesem Zeitpunkt ein historischer Einbruch der Bautätigkeit, ein Einbruch der Nachfrage nach gewerblichen und privaten Immobilien sowie zumindest temporär einen Rückgang der Immobilienpreise. Aus der Perspektive des Jahresanfangs 2021 zeigt sich jedoch, dass keine dieser Negativerwartungen bisher eingetreten ist. Die Bauwirtschaft meldet gute Konjunktur – viele Unternehmen suchen derzeit sogar nach neuen Mitarbeitern. Auch von einem Nachfrageeinbruch oder einem Preisverfall auf dem Immobilienmarkt ist aktuell in den meisten Marktsegmenten nichts zu spüren.

 

Stabile Nachfrage und steigende Preise

Bereits im zweiten Quartal 2020 hatten nach einem kurzen Einbruch während des ersten Lockdowns die Preise für so gut wie alle Immobilientypen wieder angezogen: Bei privat genutzten Wohnimmobilien stiegen sie laut Statistischem Bundesamt gegenüber dem Vorjahr um 6,8 Prozent, bei Mehrfamilienhäusern um 5,2 Prozent und bei Bürogebäuden um 6,3 Prozent. Ein Preisrückgang von zunächst sehr moderaten 1,3 Prozent war lediglich bei Einzelhandelsimmobilien zu verzeichnen. In diesem Marktsegment und bei Hotels hat sich die negative Entwicklung allerdings seitdem verstärkt.

Im dritten Quartal gaben Immobilienexperten dagegen an, dass die Nachfrage nach privaten Wohnimmobilien wieder auf dem Niveau vor Corona läge. Außerdem konnte auf dem Markt ein neuer Trend entdeckt werden: Immobilienkäufer sind in verstärktem Umfang an größeren Objekten interessiert. Ein ganzes oder ein halbes Zimmer mehr sind unter den Bedingungen von Homeoffice und Homeschooling ein Weg zu besserer Lebens- und auch Arbeitsqualität.

 

Immobilien in stadtnahen Lagen profitieren

Unter anderem der durch Corona vorangetriebene Wechsel ins Homeoffice hat dazu geführt, dass sich private Immobilienkäufer verstärkt für Einfamilienhäuser und Wohnungen am Stadtrand und in anderen stadtnahen Lagen interessieren. Wohnungsnahes Arbeiten wird zu einem weiteren Trend, der sich auch nach Corona sehr wahrscheinlich nicht mehr umkehrt. Insgesamt gilt, dass das Vertrauen in Immobilien zu Wohnzwecken oder als Geldanlage gerade bei den privaten Haushalten während der Pandemie eher zu- als abgenommen hat.

 

Keine negativen Auswirkungen für Immobilienverkäufer

Eigentümer, die ihre Immobilie verkaufen möchten, müssen durch Corona aktuell und in absehbarer Zukunft keine Einbußen befürchten. Von einer weiteren Entwicklung in der Branche profitieren die Käufer ebenso wie die Verkäufer von Immobilien: Die meisten Makler und Immobiliengesellschaften haben sich durch Corona in rasantem Tempo digitalisiert. Moderne Marketingmaßnahmen wie virtuelle Besichtigungen tragen dazu bei, dass beide Seiten zueinanderfinden. Sie möchten Ihre Immobilie in Korschenbroich verkaufen? Dann kläre ich gerne alle weiteren Details mit Ihnen persönlich. Rufen Sie mich gerne an oder schreiben Sie mir eine Nachricht.

Scroll to Top